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Bericht:
Der Feiertag musste ausgenutzt werden, soviel war klar, aber nachdem 3
attraktive Marathonveranstaltungen am 5.10. waren, fiel die Entscheidung
recht schwer.
Zur Auswahl standen Südtirol-Marathon, Köln Marathon und Budapest
Marathon.
Nach langer Überlegung fiel dann die Entscheidung auf den Budapest
Marathon, denn
1. waren wir noch nie in Ungarn und 2. hörte ich von überall wie schön
die Stadt an der Donau sein muss.
Und soviel schon mal vorweg, es war wirklich ein SUPER Wochenende.
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Wir wohnten mitten in Budapest in einer wunderschönen
Neubauwohnung ca. 50qm mit allem was man benötigt.
Und das für nur 36€ pro Appartement / Nacht, günstiger und
besser geht es nicht mehr. Das Auto konnten wir für 4€ pro Tag
in eine videoüberwachte Garage stellen.
Eine Bushaltestelle war direkt gegenüber, auch zur Tram- und
U-Bahn war es nur ein Katzensprung. |
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Unser Zuhause
Den Freitag verbrachten wir mit U-Bahn fahren und Sightseeing.
Zuerst machten wir eine tolle Donauschifffahrt, danach
marschierten wir auf den Gellert-Berg von dem man eine
wunderbare Aussicht auf ganz Budapest hat. Leider gefiel meiner
angeschlagenen Wade der Abstieg (mit Gepäck) überhaupt nicht,
daher hatte ich am Abend ziemliche Probleme. Jetzt konnte nur noch
meine Geheimwaffe helfen (Franzbranntwein + Voltaren)
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in der ältesten U-Bahn
Europas |
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Samstag war dann das Wetter sehr besch...
Daher gingen wir "nur" zum Shoppen und zur Marathonmesse (die
leider sehr schlecht ausgeschrieben war) so irrten wir ca. 1
Std. planlos durch den Budapester Stadtpark. Was vor allem den
Kindern und meiner Wade großen "Spaß" machte. |
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greißligs Wetter
Als wir dann unser Startsäckchen hatten mussten wir wieder durch
den halben Park zurück zur Pastaparty.
Doch leider gab es dort keine Pasta sondern 2 (grauenvolle und
undefinierbare) Gerichte. Das eine könnte als Reisauflauf
durchgehen doch was das zweite war ???
So eine Art Spätzle mit Speck und Sahne. Das undefinierbare
Gericht schmeckte nicht nur uns nicht, auch ein deutsches
Pärchen das sich später zu uns an den Tisch setzte, beschloss,
sich in einer Gaststätte etwas zu gönnen.
Aber einem geschenkten Gaul, .... |
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Christian und seine Purzels |
Am Sonntag konnte ich durch die gute Anbindung zum Start relativ spät
aufstehen und in aller Ruhe Frühstücken, danach ging es mit Bus und
U-Bahn direkt zum Start.
Die Familie wurde am Budapester Zoo abgeliefert, der nur ca. 500 Meter
neben dem Start war, so hatte nicht nur ich meinen Spaß.
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Vor dem Start (leider war es dort
schon sehr kalt und windig) |
Ich entledigte mich noch schnell meinem "alten Hemd" und beschloss (zum
Glück) noch kurzfristig im T-Shirt zu laufen da jetzt die Sonne rauskam
und es wärmer wurde.
Also noch schnell meinen Laufpulli verstecken (der war leider nicht mehr
da, als ich ihn nach dem Zieleinlauf wieder holen wollte) und zurück in den
Startblock.
Die Startaufstellung war sehr gut. Es gab kein "gedrängle" und gut
markierte Zielzeiten.
Ich stellte mich im Block 3:00 - 3:30 und war nur ca. 20 Meter von der
Startlinie entfernt.
Dann der Startschuss. Es ging zuerst über den breiten
Heldenplatz und es war sofort frei zu laufen, null Gedränge, kein
überholen, einfach von beginn an "freie Fahrt".
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100 Meter nach dem Start |
Dann ging es 4 KM durch die Budapester Innenstadt, auch hier wurde es nie
eng.
Nach den 4 KM gab es dann das Highlight des Budapester Marathon (die
Strecke)
wir liefen am Donaukai Richtung Margarethen Insel.
Wunderbar: Vorbei an den berühmten Brücken, dem Parlament, .....
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Sightseeing und Marathon, selten so
genossen wie hier |
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Es lief alles nach Plan ich hatte ja die 3:19 immer noch im
Hinterkopf und nach der Halbmarathon Zeit war ich mit 1:38:xx
nur 1 Minute über Plan.
Von 20 bis 26 hatte ich richtig Flügel bekommen es ging
plötzlich viel leichter und die Zeiten wurden schneller, das
machte mich fast schon ein bisschen euphorisch, doch bei KM 26
war eine Wende und es ging wieder zurück zur Donau und dann
merkte ich auch warum es die letzten 6 KM so leicht ging.
Es hatte ein recht starker Wind aufgefrischt und der blies mir
jetzt recht stark entgegen und prompt wurden die Zeiten
langsamer und der Puls höher. Nun hieß es beissen. Die Briese
würde schon wieder schwächer werden.
Nur leider kam es anders. Je näher wir der Donau kamen umso
stärker wehte der Wind. |
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Zurück an der Donau |
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Jetzt blies der Wind noch stärker und uns direkt entgegen, zum
Windschatten laufen fehlten mir die Partner, denn entweder waren
sie zu schnell (Staffelläufer) oder zu langsam.
Doch nach 2 KM "im Wind" entdeckte ich 2 Italiener die sich mit
dem Windschatten abwechselten ich hängte mich dazu und wir
wechselten uns die nächsten 8 KM ab. Ob`s wirklich soviel brachte
weiß ich nicht, aber für den Kopf war es ein schönes Spielchen.
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leider kein Auge mehr für die
Strecke |
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Bei KM 35 war dann die Wende und ich hoffte auf Rückenwind doch
wir bogen nach 2 KM vom Donaukai ab und es ging durch die
Innenstadt zurück zum Start-Ziel Bereich.
Das Tempo von meinen Wind-Pace-Makern konnte ich nicht mehr
halten da ich jetzt körperlich (vor allem Muskulär) vollkommen
am Ende war, aber die "große 3:19" ließ mich doch noch
weitermachen, ich musste ja "nur noch" 5,195 KM in 24:30
schaffen.
Würde verdammt knapp werden und so vergingen die letzten KM
zwischen hoffen und verzweifeln (kennen sicher die meisten
Marathonis). Aber so intensiv wie bei diesem hab ich´s noch nie
erlebt.
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Dann KM 41 ich hatte ja noch 5:33 Zeit bis 3:20 also müsste es
ja locker reichen,
doch leider war da anscheinend das Hirn nicht mehr so gut
durchblutet,
denn die 5:33 waren ja nicht für 1KM sondern 1,195KM so kam es
dass ich gut 300 m vor dem Ziel resignierte
aber als ich das 42KM Schild sah glaubte ich doch noch an die
3:19 und
zog noch einen "kläglichen" Endspurt durch und holte sogar noch
zu "meinen Italienern" auf und wir liefen fast zeitgleich durchs
Ziel.
GESCHAFFT 3:19:51
Ich bedankte mich herzlich bei meinen Italienern und machte
sofort ein Gruppenfoto. |
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Grazie, Marcello & Nino!!!
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Danach gab es dann noch eine schöne Medaille und ein Finisher Säckchen
mit guten und vor allem brauchbaren Dingen (Schokolade, Isostar, Bier,
Kekse, Obst, .....)
Danach konnte ich leider nicht das gute Angebot der kostenlosen Thermen
Benutzung wahrnehmen, es hieß sofort heimfahren da ja die Kinder am
nächsten Tag
wieder in die Schule müssen. Also zurück zur Wohnung das Auto geholt und
nach mehrmaligen verfahren kamen wir tatsächlich aus Budapest wieder
raus.
Die Heimreise zog sich dann auch ziemlich und wir kamen erst nach 21 Uhr
Zuhause an
Es war wirklich ein sehr, sehr schöner Marathon-Sightseeing-Kurztrip
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